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10.12.2009

1. Preis beim Wettbewerb ‚Gestaltung von R(h)einblicken im UNESCO-Welterbegebiet Oberes Mittelrheintal‘

BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten in Arbeitsgemeinschaft mit PGM - Architekten.Innenarchitekten - J.Hill konnten den Wettbewerb für sich entscheiden. Der Wettbewerb wurde vom Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal initiiert, der die Interessen der im Welterbegebiet liegenden Gemeinden vertritt. Der europaweit ausgelobte und interdisziplinär besetzte Wettbewerb verlangte Gestaltungsvorschläge zu drei exemplarischen Standorten im Oberen Mittelrheintal, die beispielhaft für die Entwicklung künftiger R(h)einblicke stehen sollten. Die Teilnehmerzahl war durch ein vorgeschaltetes Bewerbungsverfahren auf 25 Teilnehmer begrenzt worden.

Die Jury überzeugte vor allem, dass es der Arbeit gelungen sei „mit wenigen, immer wiederkehrenden Elementen zurückhaltend aber doch prägnant mit einer angemessenen Gestaltung auf die Rheinblicke hinzuweisen.“ Als besonderer Blickfang dient eine im Inneren beleuchtete, auf einer Plattform stehende Stele aus Stahlelementen, die den Verlauf des Rheins im Weltkulturerbe und den jeweiligen Standort markiert. Auch in der Dunkelheit stellt die Stele mit dem stilisierten Rheinverlauf ein klares Merkzeichen dar. In die Plattform der Stele sollen neben dem Verlauf des Rheins auch klassische literarische Zitate mit Bezug zum Rhein eingegossen werden.

Die Gestaltung des umgebenden Gesamtplatzes greift auf ortstypische Elemente wie z.B. niedrige Mauern, Materialien und Baumreihen zurück. Die Gabionenmauern – teilweise mit Bänken und Tischen kombiniert – trügen zu der gewünschten hohen Aufenthaltsqualität bei, urteilte die Jury. Es entstünden darüber hinaus qualitätsvolle und gut nutzbare Räume mit eindeutiger Funktionszuordnung (Parken – Information und Aufenthalt – Zugang zum Wasser). Der Zugang zum Wasser werde als ein wesentlicher Bestandteil der Rheinblicke gesehen und setze dadurch interessante Akzente. Insgesamt zeige die Arbeit mit hoher Qualität, wie mit typischen und prägnanten, dem Welterbe angemessenen Gestaltungselementen, Orte mit Wiedererkennungswert geschaffen würden, die aber individuell auf die jeweilige örtliche Situation abgestimmt seien.

 

 
Nördlich Lorchhausen
St. Goarshausen – am Loreleyfelsen
Südlich St. Goar – Fellen
 
     
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